Posts mit dem Label VMware werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label VMware werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2008-10-20

Server in VMware

Auf meiner Linux-Maschine läuft Debian Etch und Windows ist in einen virtuellen PC via VMware-Player verbannt. Aus mehreren Gründen läuft die virtuelle Netzwerkkarte im NAT-Modus:
Der virtuelle Rechner braucht keine eigene IP aus dem lokalen Netz, da er ja nach aussen die IP des Wirtes benutzt. Somit ist der "Rechner" auch nicht von aussen zu erreichen.
Das war bisher auch so gewollt. Nun will man aber manchmal eben doch einige Dienste von aussen ansprechen können (z.B. um per VNC Hilfe zu bekommen oder den lokalen Apache mit einer Entwicklerversion eines Webservice ansprechbar zu machen)
Dazu muß man entsprechende Einträge in der /etc/vmware/vmnet8/nat/nat.conf vornehmen.
1. VMware-Player beenden
2. Unter [incomingtcp] die Portweiterleitungen eintragen
[incomingtcp]
# Use these with care - anyone can enter into your VM through these...
PPP = xx.xx.xx.xx:PPP
xx.xx.xx.xx ist die private IP-Adresse der virtuellen Maschine
PPP ist der weiterzuleitende Port (z.B. 5900 für VNC oder 8080 für den erwähnten Apache-Dienst)
3. den VMware-Service (und damit die virtuellen Interfaces) beenden
/etc/init.d/vmware stop
/etc/init.d/vmware start

4. VMware-Player starten und die Ports werden vom Wirt zum Host weitergereicht

In meinem Fall ist der Dienst dann natürlich noch nicht aus dem Internet/Intranet erreichbar. Dazu muß auf dem vorgeschalteten Router ebenfalls eine Weiterleitung eingerichtet sein, wobei hier natürlich die IP des Wirts zu verwenden ist.
Beispiel:
[Internet]-->[Router]--NAT-->[Wirt]--NAT-->[VMware]
0.0.0.0:8080-->10.0.0.10:8080-->192.168.0.10:8080
PS: Das Gateway des vmnet-Interface hat die *.*.*.2 und nicht wie üblich *.*.*.1 - aber das sei nur am Rande bemerkt

2008-07-30

VMware Player: Failed to allocate page for guest RAM!

Nach erfolgreichem Mounten der externen Festplatte, wollte nun der vmplayer die VM nicht starten. Unter Windows und nach dem Kopieren auf eine lokale Platte hingegen schon. Sollte doch noch eine Option beim ntfsmount fehlen?
Nein, jedes Programm will ein bißchen anders gestreichelt werden.
Hier die Fehlermeldung:
VMware Player unrecoverable error: (vcpu-0)
Failed to allocate page for guest RAM!
A log file is available in "/media/ExternePlatte/VM/vmware.log". Please request support and include the contents of the log file.
To collect data to submit to VMware support, run "vm-support".
We will respond on the basis of your support entitlement.

Lösung: In der xxx.vmx-Datei die Option
mainMem.UseNamedFile="FALSE"
eintragen und der vmplayer kann die Speicher-Datei anlegen und die VM startet.

ntfsmount

Eine externe Festplatte mit einem VMware-Image einer Testumgebung ist eine feine Sache. Allein das kopieren der ca 30GB über das Netzwerk wäre sonst schon ziemlich unschön.
Nach dem Auspacken und Anschliessen der heiß ersehnten Fracht, wurde die Platte auch sofort von Debian (Etch) erkannt und ein lesender Zugriff war ohne Probleme möglich.
Aber wie kann man nun auch schreiben? Sonst stünde ja doch eine Kopie an?

Hilfe naht mit dem Tool ntfsmount im Paket ntfsprogs. Dieses via Synaptic Paketmanager oder
apt-get install ntfsprogs
installieren.
Das Tool benötigt noch FUSE, welches aber normalerweise zum Funktionsumfang ab Kernel 2.6.14 gehört (beim aktuellen Patch-Level von Debian Etch ist das der Fall).
Ob das Modul vorhanden ist kann man mit
modprobe -l fuse
feststellen.
Temporär kann man das Kernelmodul mit
modprobe fuse
starten. Permanent macht man das mit dem Eintrag
fuse
als separate Zeile in /etc/modules.
Nun kann man sich an das mounten der Festplatte machen (gilt für interne genauso).
Als erstes mal einen Mount-Punkt anlegen:
mkdir /media/ExternePlatte
Dann manuell mounten:
ntfsmount /dev/sdb1 /media/ExternePlatte

sdb1 ggf. durch den eigenen Plattennamen ersetzen.
Hinweis: Wenn die Platte autmatisch erkannt wurde, kann man mit
mount
alle Platten auflisten und erhält so auch den Device-Namen - hier eben /dev/sdb1
Mit
umount /dev/sdb1
sollte man dann vor erneutem mounten die Platte erstmal wieder trennen


Die Platte ist jetzt verfügbar aber noch nicht wirklich beschreibbar.
Warum?
Obige Schritte sind nur als root durchführbar und man ist ja sinnvollerweise eben nicht als root angemeldet. Die folgenden Optionen dienen der Abhilfe unter der Annahme, daß sich genau ein Benutzer am System angemeldet hat (ansonsten sollte man mit uid,guid und umask feintunen - siehe
man ntsmount
)
Der gesamte Befehl nochmal:
ntfsmount /dev/sdb1 /media/ExternePlatte -o umask=0,allow_others
Um das ganze nicht jedesmal wieder eintippen zu müssen, kann der Eintrag in der /etc/fstab hinterlegt werden (separate Zeile, Spalten getrennt durch [Tab])
/dev/sdb1 /media/ExternePlatte ntfs-fuse umask=0,allow_others 0 0
Hinweis: In der Original-Dokumentation steht fuse.ntfs - das funktioniert nicht
Hier gibt es mehr Informationen (auch für andere Linux-Distributionen): http://www.linux-ntfs.org/doku.php?id=ntfsmount

2008-04-25

Debian meldet: Festplatte voll

Genauer meldete sich der VM-Player, daß es riskant sei ihn weiter zu verwenden, da die Daten auf einem doch sehr vollen Datenträger residieren. Zugegeben: "Es" bemächtigte sich mehr Anglizismen. Ein Blick auf den Systemmonitor zeigte denn auch das das Wurzelverzeichnis zu 99% voll sei. Wie konnte das sein?
Vermutung 1: /tmp ... sah aber nicht nach viel aus
Vermutung 2: /var/log ... auch nicht viel

Völlig unvermutet löste dann ein
apt-get clean
das Problem und reichlich 2,4 Gb waren plötzlich wieder frei.

2007-08-23

Kernelupdate bei Debian Etch

Nach den letzten Updates, bei denen es eine neue Kernel-Version gab, mußte auch der nvidia-Treiber und der vmware-player neu compiliert werden.
Eigentlich kein Problem, wenn man sich passend zur Kernel-Version die neuen Kernel-Header besorgt. Dazu einfach in der Paketverwaltung nach linux-header suchen, die alten Pakete abwählen und die neuen Auswählen. Im Zweifel mit uname -a die genaue Version erfragen.

Ach ja: Der neue Kernel wird erst nach dem Neustart aktiv - solange merkt man also noch nichts von den Änderungen. Spannend wird es, wenn der X-Server nach dem Reboot nicht mehr startet und man in /var/log/Xorg.0.log nachschaut und der eigentlich unveränderte (aber nicht mehr zum neuen Kernel passende) nvidia-Treiber bemängelt wird.

2007-07-07

Kleinigkeiten

Nerviges Piepen beim hochfahren habe ich durch das Blacklisten von pcspkr beendet. Dazu in die Datei /etc/modprobe.d/blacklist die folgende Zeile einfügen:
blacklist pcspkr
Es gibt natürlich weitere Alternativen.

Zugriff via VNC ermöglicht man mittels Menü System--Einstellungen--Entfernter-Desktop
Tip: Nachfrage ein, Passwor ein!
Achtung: vor dem Zugriff muß beryl beendet werden, da die Gegenstelle sonst nichts sieht.

Remote Desktop funktioniert nicht mit "Depth 16" und läßt sich durch setzen von "DefaultDepth 24" in der /etc/X11/xorg.conf beheben


VPN-Verbindung herstellen erfordert die Installation weiterer Packages:
apt-get install kvpnc
apt-get install pptpd
apt-get install pptp-linux
Der VMware-Player ist ebenfalls kein Debian-Package und es gehört leider auch nicht zu den offiziell unterstützten Systemen, läßt sich aber problemlos betreiben.
Es empfiehlt sich allerdings VMWARE_USE_SHIPPED_GTK=yes vor den Aufruf des vmplayers zu setzen, falls es Probleme gibt (mit gnome)

Viele Nützliche Dinge (welche Pakete sollte man für welches Problem versuchen) findet man hier.

2007-06-30

Dell Inspiron 9400 vs. Debian Linux

Mein alter Firmen Desktop-Rechner mit Windows 2000 hat seine besten Tage hinter sich, also habe ich mir einen Laptop gewünscht.
Ich bekam einen Dell Inspiron 9400 und unbreakable Windows Vista.
Mein erstes Ziel war die Vista-Partition zu verkleinern und dann Linux in den freien Bereich zu installieren. Nachdem ein kostenloses Partitionierungstool die Nacht durchlief und am nächsten Morgen die Bootpartition im Eimer war, habe ich dann gleich nur Linux installiert.
Mein Kollege hat es bei einem baugleichen Modell mit Vista-Boardmitteln versucht, konnte den freien Bereich aber nur unter Vista wieder verwenden. Es ist nicht etwa freier Bereich (Partition) auf der Festplatte entstanden.
Ziel des ganzen war übrigens die alte Maschine mit VMware-Converter zu clonen und als VM weiter zu betreiben, da Delphi und einige andere Werkzeuge weiter benutzt werden mußten.

Also Installationsmedium besorgen und mal sehen was mit Linux so alles geht. Seit meiner ersten Linux-Installation in den frühen Neunzigern des letzten Jahrtausends (slackware mit über 30 Disketten) ist ja eine Menge passiert.
Habe mich für Debian-NetInstall entschieden. Das ISO-Image ist relativ klein und damit schnell gezogen und gebrannt.
CD eingelegt, gebootet (Netzwerkkarte wurde auf Anhieb erkannt) und einige Fragen zu den Einstellungen beantwortet (welche Sprache, Zeitzone, ...) und das Partitionieren der Festplatte manuell vorgenommen.
Notebooks haben gerne eine versteckte Partition mit Diagnosetools des Herstellers - so auch hier. Diese Partition habe ich erhalten, die unbrauchbar gewordenene Vista-Partition entfernt und Partitionen für Swap, Home, Root und Tmp erstellt.
Dann noch die Pakete Laptop und Desktop ausgewählt und die Maschine arbeiten lassen.
Nach gut 45 Minuten konnte ich das fertige Debian starten (schon inkl. Download und Brennen des ISO!)

Mein erster Eindruck: WOW!
Als Klicki-Bunti-Windows-Anwender findet man sich leicht zurecht. OpenOffice habe ich schon unter Windows verwendet und das wichtigste findet man intuitiv.
Was sich gegenüber den 1990ern nicht geändert hat: Linuxer sind Shell-Menschen. Wenn man wirklich etwas über das System wissen will
oder Einstellungen vornehmen will, kommt man auch heutzutage
nicht wirklich um ein Kommandozeilen-Fenster rum. Aber das ist nicht wirklich ein Problem.


Weitere Ziele:
* WLAN mit WPA2
* Bluetooth (gestrichen, weil entgegen des äußeren Anscheins nicht verbaut)
* VMware
* VPN-Client
* Remote Desktop Client
* 3D Desktop (beryl statt compiz wegen der besseren Konfigurationsoberfläche)
* Windows-Freigaben (samba)
* Update-Einstellungen
* Netzwerkdrucker einrichten
* Multimonitorbetrieb
Multimonitor mit beryl
Foto mit beryl, transparentem Desktop und Hintergrundbild mitten in der Rotation. Browser mit diesem Blog liegt über die vordere Ecke gefaltet auf zwei Seiten des Würfels.
Langfristige Ziele:
* beryl durch compiz fusion ersetzen
* Cisco-VPN
* Hintergrundfarbe der VM auf durchsichtig stellen